Quellen und Qualitätsstandards
Transparenz entsteht durch klare Standards und sichtbare Grenzen – nicht durch Garantien. Stand der Zahlen: 2026-09-04 · geltende Regelversion v1.0.
Die fünf Ebenen
Jede Aussage auf dieser Seite bezieht sich auf genau eine Ebene. Sie zu verwechseln ist die häufigste Fehlerquelle beim Lesen von Herkunftsangaben.
- Werk
- Das historische Buch selbst – Verfasser, Erscheinungsjahr, Sprache.
- Digitalisat
- Der Scan dieses Buches durch eine Einrichtung. Rechtlich eine eigene Sache.
- Seite
- Ein einzelnes Blatt des Digitalisats.
- Ausschnitt
- Ein daraus freigestelltes Bildvorkommen – das, was die Galerie zeigt.
- Vektorfassung
- Eine daraus abgeleitete, frei skalierbare Fassung. Existiert nicht für jedes Bild.
Nutzung und Rechte: die Rechte-Schleuse
Werk und Digitalisat werden getrennt bewertet, jeweils für EU/AT und für die USA – vier Bewertungen je Stück. Veröffentlicht wird nur, was in EU/AT auf beiden Achsen besteht. Aktuell haben 18 Digitalisate dieses Tor passiert.
Was hier über Rechte steht, ist eine Bewertung nach einer eigenen, versionierten Regel (aktuell v1.0) – keine Rechtsberatung und keine Garantie. Jede Grafik verweist auf ihren wörtlichen Quellenbeleg; das Quellenregister zeigt auch jede Ablehnung und Sperre.
QA-Klassen sind Messwerte
Die QA-Klasse ist ein Messwert, kein Qualitätsurteil.
Sie beschreibt, wie genau eine Vektorfassung ihre RasterVorlage überdeckt – nicht, wie schön, wie wertvoll oder wie gelungen ein Bild ist. Ein Stück in einer niedrigeren Klasse ist keine gescheiterte Grafik, sondern eine, bei der die Messung einen geringeren Treue-Wert ergeben hat.
Der Kernbefund dieser Nacht: was die Vektorisierung tatsächlich leistet
Der überwiegende Teil des heutigen Bestands sind Tonwertstiche – Gravuren, die Grauabstufungen über die Dichte feiner Linien und Schraffuren erzeugen, nicht über reine, durchgehende Striche. Unser Verfahren (Schwarz-Weiß-Binarisierung, danach Pfad-Vektorisierung) kann solche Tonwerte grundsätzlich nicht treu abbilden: aus feinen Schattierungen werden bei der Binarisierung zwangsläufig Vollflächen – die Silhouette einer Grafik bleibt erhalten, ihre Binnenzeichnung geht verloren. Zuverlässig und mit hoher Bildtreue trägt dieser Vektorisierungsweg heute nur dünnes, reines Strichwerk (der Tintenanteil der Vorlage liegt dafür deutlich unter 5 %). Alles andere ist deshalb nicht verworfen, sondern als „Nur Raster" zurückgestellt: vollständig registriert, erschlossen und als Rasterbild nutzbar – nur eben (noch) nicht als treue Vektorgrafik. Das ist die ehrlichste und zugleich wertvollste Aussage, die dieser Prototyp über sich selbst treffen kann, und sie soll hier stehen, nicht in einer Fußnote.
Daraus folgt unmittelbar eine zweite Klarstellung: „QA-Klasse A" bedeutet einen hohen gemessenen Treue-Wert (IoU – die Bildüberdeckung zwischen Vorlage und Vektorisierung) – nicht „das beste Ergebnis" und keine inhaltliche Qualitätsnote. Ein als „Quarantäne" (Klasse B) markiertes SVG ist keine gescheiterte Grafik, sondern eine Wiedervorlage: ein Kandidat, der bei einem feiner kalibrierten Verfahren noch veröffentlicht werden könnte, nichts davon ist verloren. Die gemessenen Zahlen dazu stehen weiter unten.
Was eine Rechte-Anzeige bedeutet – und was nicht
Jede Rechte-Angabe auf dieser Seite ist eine Bewertung nach unserer eigenen, versionierten Regel – keine Rechtsberatung und keine Garantie. „Nach unserer Prüfung gemeinfrei" heißt: nach den hier dokumentierten Kriterien, an diesem Datum, für diese Jurisdiktion. Umgekehrt bedeutet „nach unserer Regel nicht freigegeben" nicht automatisch „urheberrechtlich geschützt" – manche Werke sind aus anderen Gründen frei, ohne dass unsere konservative Regel das erfasst. Im Zweifel entscheidet die Regel gegen die Veröffentlichung, nie dafür.
Grenzen dieses Prototyps
Pflicht-Vermerke
Wo eine Eigenheit der Vorlage oder ihres Digitalisats als Fehler missverstanden werden könnte, trägt das Stück einen Vermerk – etwa ein Anschnitt, der schon in der historischen Druckplatte liegt, oder eine digital erzeugte Fläche unter der Illustration. Der Vermerk steht sichtbar auf der Objektseite, ist im Raster mit † markiert und wird im maschinenlesbaren Herkunftspass mitgeführt.
Zahlen je Stufe
Direkt aus der Datenbank gezählt. Eine leere Stufe zeigt 0, nicht „–“.
- Gesichtete Objekte
- 310
- davon freigegeben
- 82
- davon abgelehnt
- 20
- davon ungeklärt
- 208
- Werke
- 17
- Erschlossene Seiten
- 1973
- Bildvorkommen
- 1989
- Rechte-Bewertungen
- 70
Belege nachschlagen
Jedes Bild führt seinen vollständigen Herkunftspass: Werk → Digitalisat → Seite → Ausschnitt →
Vektorfassung, beide Rechte-Achsen mit wörtlichem Zitat und eine fertige Zitierangabe.
Denselben Pass gibt es maschinenlesbar unter /objekt/<nr>/herkunftspass.json.